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Betteln

Zwei Erkenntnisse, die mir ein Bettler beschert hat

Gerade bin ich an einem Mann vorbeigegangen, der gegenüber dem Starbucks kniete. Als ich schon in meiner Tasche nach Kleingeld kramte, kamen mir plötzlich zwei Gedanken:

  1. Hier ist ein Mann, der es sich zum Lebensinhalt gemacht hat, zu knien. Tag für Tag nimmt er eine Haltung ein, die zwei Wahrheiten verkörpert – „Ich habe nichts“ und „Alles wird mir gegeben“. Ganz ehrlich: Das ist eine bemerkenswerte Haltung.
  2. Für diese finanzielle Transaktion, das Spenden, ist Kartenzahlung keine Option. Das klingt banal, aber ich sehe mich tatsächlich herausgefordert, in meinem hochtechnisierten, virtualisierten Konsumverhalten innezuhalten und mich finanziell „downzugraden“. Inwieweit hat sich meine westliche, luxuriöse Lebenswirklichkeit eigentlich schon von der alltäglichen „harten Münze“ der grundlegenden menschlichen Bedürfnisse entfernt?

Zum Glück konnte ich ihm dann doch noch einen Kaffee ausgeben – den ich mit Karte gezahlt habe, logisch. Aber die zwei Gedanken nehme ich mit für heute …

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German Sakura

German Sakura

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Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!
Günter Eich: Träume

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Angesichts des Leids korrigiert die Schönheit ihre Proportionen.
Gustav René Hocke (aus H. Böttiger: Die Gruppe 47, S. 51)

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“I was born dead for 18 minutes.” (I Am Second)

Es gibt in diesem Jahrtausende alten Buch drei Sätze, die unsere menschliche Existenz umzirkeln: „Adam, wo bist du?“ „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?“ „Seht, was für ein Mensch!“ An diese drei Sätze musste ich denken, als ich diesen Mann seine Geschichte erzählen sah – es ist, als ob sich das nackte, unaufhaltsame Leben an all den Widrigkeiten und seiner unbeholfenen Zunge vorbeidrängt, um gehört und wahrgenommen zu werden. Und dann habe ich mich gefragt: Wo ist das bei mir, dieses unbändige Leben? Habe ich es schon ergriffen? „… damit ich nicht, wenn es zum Sterben ginge, einsehen müßte, daß ich nicht gelebt hatte.“ (Henry David Thoreau)

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Ferienstillleben im bourgeois-sozialistischen Spannungsfeld der Postmoderne (also: Marx + Babyfütterung + Fairtrade-Plantagenkaffee aus Guatemala)

Ferienstillleben im bourgeois-sozialistischen Spannungsfeld der Postmoderne (also: Marx + Babyfütterung + Fairtrade-Plantagenkaffee aus Guatemala)

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Up up and awayyyyyyy…

Up up and awayyyyyyy…

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Why we don’t have jet-packs yet.

Why we don’t have jet-packs yet.

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robotcosmonaut:

Orinda, California, 1950
via mudwerks

When in Zone …

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Israelis schenken Palästinensern ihre Stimme

Witzig. Da lese ich gerade bei Slavoj Zizek:
“Die eigene Unvollkommenheit ist schon in der Idee der Demokratie enthalten, und deshalb ist das einzige Mittel gegen ihre Mängel: mehr Demokratie.” (Die bösen Geister des himmlischen Bereichs, S. 83)
Und schon präsentiert eine israelisch-palästinensische Facebook-Aktion den Beweis dafür! Großartig.

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